LOME+ - An evolutive exhibition for young audiences

Updated: Oct 5






The Belvedere tower of the Palais de Lomé in Togo, the position from which the German governorate once watched over the city, is now the place for the exhibition LOME+. The Palace itself is an ambitious project which aims to illustrate the dynamism of Togolese and African cultural and artistic production. The former seat of power for city’s governors, built between 1898 and 1905, has been renovated and is being transformed into a multidisciplinary center of art and culture, now open for the public.


LOME+ Eine evolutionäre Ausstellung für junges Publikum

Der Belvedere-Turm des Palast de Lomé in Togo, von dem aus einst der Deutsche Gouverneur über die Stadt wachte, ist nun der Ort für die Ausstellung LOME+. Der Palast selbst ist ein ambitioniertes Projekt, das die Dynamik der togolesischen und afrikanischen Kultur- und Kunstarbeit darstellen möchte. Der ehemalige Regierungssitz des Stadtverwalters, erbaut zwischen 1898 und 1905, wurde renoviert und in ein multidisziplinäres Kunst- und Kulturzentrum verwandelt, das nun für die Öffentlichkeit zugänglich ist.


In the moment I called the curator of the exhibition, Sénamé Koffi Agbodjinou, famous architect and anthropologist, creator of collaborative research platforms on issues of African architecture and cities, he was just surrounded by the heavy noise of the finishing works for the installation of LOME+ in the palace. In the following interview Sénamé Koffi A. explained the basic idea of the exhibition which people can visit either in real life in Togo or virtually via the application LOME+: „You can never finish to talk about cities, they are changing all the time, especially in Africa the cities are so dynamic. Thinking of the year 2050, 1 of 4 human beings living in the world will be in Africa, 1 of 6 human beings will live in an African city. African cities will get bigger and bigger. The challenge is to anticipate and think how these cities will grow and function in the future and to put people technologically in the place to understand already now how these cities will develop.“


Als ich den Kurator der Ausstellung anrief, war er, Sénamé Koffi Agbodjinou, berühmter Architekt und Anthropologe, Gründer mehrer kollaborativer Forschungsplattformen für Architektur und Städte Afrikas, umgeben von heftigem Lärm abschließender Arbeiten für die Installation von LOME+. Im folgenden Interview erklärt Sénamé Koffi A. die Grundidee der Ausstellung, die entweder live oder virtuell mittels der App LOME+ besucht werden kann: “Man wird nie aufhören über Städte zu sprechen, sie ändern sich laufend, besonders in Afrika sind die Städte sehr dynamisch. Im Jahr 2050 wird ein Mensch von vier in Afrika, ein Mensch von sechs in einer afrikanischen Stadt leben. Afrikanische Städte werden größer und größer. Die Herausforderung ist es, vorauszudenken und zu überlegen, wie diese Städte in Zukunft einerseits wachsen und funktionieren können und andererseits wie man die Menschen bereits jetzt technologisch so ausstattet, dass sie verstehen, wie sich diese Städte entwickeln warden.


The exhibition in the palace proceeds through archival images, audios and videos, installations, immersive games, holographic projection etc. to reveal social environmental and urbanistic changes – to connect people to the vibrant heart of Lomé. It guides the visitors through the past and present into the future of the city. LOME+ is both a spatial experience and a historic-poetic discourse, resolutely lucid about the Togolese capital. „In the exhibition it‘s all about exploring. Not a single description is fixed. With the scanned QR-code on their device, visitors learn about the content. This content can change from day to day. In a fast growing city like Lomé every day there is something new and important to know,“ Sénamé says. The language that is used in the exhibition is clear and easily to understand. It is made for all people with a main focus on the young audiences. „One of the possible ideal visitors is the young girl on the street selling her goods on the market“.


Die Ausstellung in dem Palast vollzieht sich über Archivbilder, Tonaufnahmen, Videos, Installationen, immersive Spiele, holographische Projektionen etc., um die gesellschaftlichen und urbanen Veränderungen zu beleuchten und die Leute mit dem pulsierenden Herz der Stadt zu verbinden. LOME+ ist sowohl eine räumliche Erfahrung als auch ein historisch-poetischer Diskurs mit klaren Vorstellungen über die togolesische Hauptstadt. “In der Ausstellung geht es um Entdeckungen. Nicht eine Beschreibung ist festgelegt. Mit dem eingescannten QR-Code auf dem eigenen Gerät, können die Besucherinnen und Besucher den Inhalt erfahren. Dieser Inhalt kann sich täglich ändern. In einer so schnell wachsenden Stadt wie Lomé gibt es jeden Tag etwas Neues und Wichtiges zu lernen,” sagt Sénamé. Die Texte in der Ausstellung sind klar und einfach zu verstehen. Sie sind für alle gedacht, mit dem Schwerpunkt auf das junge Publikum. “Eine der idealen Besucherinnen ist das junge Mädchen auf der Strasse, das ihre Waren auf dem Markt verkauft”.







A kind of Netflix for exhibitions“

Downloading the application and going through the possibilities to explore, people can discover not only the exhibition about Lomé, its various artists and their works but also the most interesting figures, places, festivals and performances of the town. In addition to that LOME+ touches ground with other fields like fashion, sports and food. The word „plus“ in the application’s name really means plus: More information, more content, more contacts, more interactions. LOME+ is a long-term project, a kind of social and cultural medium, a new platform for exhibitions that could be called the „Netflix for exhibitions“.


Eine Art “Netflix für Ausstellungen”

Wenn man die App herunterlädt und sich durch ihre Möglichkeiten des Erforschens klickt, so entdeckt man nicht nur die Ausstellung über Lomé, ihre Künstler und deren Arbeiten sondern erfährt auch Interessantes über die Macher, Plätze, Festivals, Performances usw. der Stadt. Weiterhin greift LOME+ Wissenswertes aus anderen Bereichen wie Mode, Sport, Essen und Trinken auf. Das Wort “plus” in der App bedeutet wirklich “plus”: Mehr Information, mehr Inhalt, mehr Kontakte und mehr Interaktion. LOME+ ist ein Langzeitprojekt, eine Art soziales und kulturelles Medium, eine neue Plattform für Ausstellungen, die als “Netflix für Ausstellungen” bezeichnet warden könnte.


In the context of LOME+ the art is used as a tool and a medium to get people connected, to create its own social network for creative and artistic urban communities in Africa. LOME+ gives artists the space to showcase their artwork virtually and upload it for free. In times of COVID-19 this is an even more important aspect than ever before. Many museums and galleries in the world are closed now due to the pandemic. Artists remain with less opportunities all over the world to show their work in real life. A platform like LOME+ could be a good source for presenting their art now and in the future.


In Zusammenhang mit LOME+ wird die Kunst als Tool und Medium verwendet, um Menschen miteinander zu verbinden, um ein eigenes soziales Netzwerk für die kreativen und künstlerischen urbanen Communities in Afrika zu schaffen. LOME+ gibt Künstlerinnen und Künstler den Raum, ihre Arbeit virtuell zu präsentieren und kostenfrei hochzuladen. In Zeiten von COVID-19 ist dies wichtiger den jemals zuvor. Viele Museen und Galerien in der Welt sind aufgrund der Pandemie geschlossen. Künstler haben gerade auf der ganzen Welt weniger Gelegenheiten ihre Arbeiten live zu zeigen. Eine Plattform wie LOME+ kann eine gute Quelle sein, ihre Kunst jetzt und in der Zukunft zu präsentieren.


On the African map in the application of LOME+ six cities in different countries are marked: Lomé, Dakar, Accra, Cotonou, Douala, Brazzaville. Asking Sénamé Koffi A. about his plans regarding exactly these places he answers: „We just take the opportunity of this specific exhibition in Lomé to launch the new platform. The idea is to be open in the future to every type of exhibition that wants to be presented virtually with the city where the exhibition is supposed to take place. Not necessarily with the story about this city like in Lomé but there should be an urban exploration in one way or another. Our new platform is in development, growing step by step and open for the whole African global community.“


Auf der afrikanischen Karte in der LOME+-App sind sechs Städte in verschiedenen Ländern markiert: Lomé, Dakar, Accra, Cotonou, Douala, Brazzaville. Als ich Sénamé Koffi A. über seine Pläne bezüglich dieser Orte befragte, antwortete er: “Wir nutzen die Gelegenheit der Ausstellung in Lomé, um die zu Plattform zu lancieren. Die Idee ist es, in Zukunft offen zu sein für jede Art von Ausstellung, die mit ihrer Stadt, in der die Ausstellung real stattfindet, virtuell präsentiert sein möchte. Nicht unbedingt mit der Geschichte über die Stadt wie jetzt in Lomé aber eine gewisse Form urbaner Erkundung sollte gegeben sein. Unsere neue Plattform ist in Arbeit, sie wächst Schritt für Schritt und ist offen für gesamte afrikanische globale Community.”






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